Können Sie das bitte Buchstabieren?

26 Januar 2018

Hände hoch wenn Sie einen der häufigsten Namen in Deutschland haben. Hände hoch wenn Sie Sophie oder Anna, vielleicht Charlotte oder Marie heissen. Wenn Ihre Hand unten geblieben ist, lesen Sie weiter - denn dies ist für die Brooklyns, die Xenias, die Marlisas, die Cedriks. Und für Sie.


Erinnern Sie sich an jene Klassenfahrt, vor (gar nicht mal so) vielen Jahren, an der alle als Andenken einen Schlüsselanhänger mit ihrem Namen aussuchen konnten? Dann erinnern Sie sich auch, dass Sie keinen mit Ihrem Namen gefunden haben. Vielleicht auch an die gut gemeinten Versuche der Lehrerin, einen Schlüsselanhänger mit einem ähnlichen Namen zu finden, so dass aus Margarita Maria oder aus Annelise Lisa geworden sein soll.

Vielleicht haben Sie, so wie ich, sich in dem Moment entschieden, dass Ihre Tochter einen ganz normalen Namen bekommen wird. Unter keinen Umständen würde ihr Kind so merkwürdig heißen müssen wie Sie. Nur keine Extrawurst. Sie haben es entschieden, so wie Sie auch entschieden haben, dass Sie niemals vergessen werden wie es war ein Kind zu sein, anders als Ihre Eltern, die so ungefähr überhaupt nichts auf die Reihe gekriegt haben. Erstens würden Sie sich nie mit Ihrer Tochter streiten. Sie würden sich immer gut miteinander verstehen und mehr Freunde als Mutter-Tochter sein. Natürlich würde Ihnen dieses wahnsinnig leicht fallen, in ewiger Harmonie, Sie und  Ihre Kameradin.

Doch dann vergingen die Jahre und jene Klassenfahrt ist schon ewig her. Gummitwist wurde durch Fidget Spinners ersetzt, Zettelchen hin-und-her reichen braucht man seit dem Handy nicht mehr, Nena ist älter geworden und macht jetzt irgendwas im Fernsehen und keiner weiß mehr etwas über die Bravo. So haben Sie es langsam sein lassen mit dem Kind bleiben und sind von Zuhause ausgezogen, gerade als Sie angefangen haben Ihre Eltern so richtig zu verstehen. Sie sind mit der Uni fertig geworden, haben einen festen Beruf erlernt, vielleicht sogar geheiratet und einmal im Kino oder auf einer Insel in Griechenland entschieden, dass Ihre Tochter Alma heißen wird.

Es sind andere Zeiten, sagten Sie sich, Kinder ärgern einander nicht mehr so wie damals und es reimt sich auch nichts Lustiges mit Alma. Aber Kinder können böse sein und sind endlos kreativ.

Eines Tages im späten August wandern Sie mit Ihrer Tochter durch den Schreibwarenhandel, um Sachen für ihre Schultüte zu kaufen. Obwohl sie keine wollte weil es nicht cool ist, haben Sie darauf bestanden ihr eine zu basteln so wie es Ihr Vater für Sie getan hat, aus rosa Papier und Pappmachee. Sie suchen Radiergummis aus. Auf der Einkaufsliste steht immer noch wie damals ein Radierer mit einer roten und einer blauen Hälfte, weiß Gott wofür der gut sein soll. Da sind sie, dann, wie damals: die Schlüsselanhänger. Klar, es gibt mittlerweile Oscar und Theodora, aber Sie wissen ohne zu suchen dass Alma nicht vertreten ist. Sie sind wieder auf Klassenfahrt, und erinnern sich plötzlich ganz genau an das Gefühl  – obwohl Sie sich um ehrlich zu sein immer noch nicht an eine Zeit erinnern können in der Sie Ihr Zimmer nicht aufräumen wollten – was tun Sie?

Sie lassen sich Namensetiketten bei My Name Label machen, ganz einfach. Die gibt‘s zum Kleben, Aufbügeln, und natürlich auch als Taschen-Etiketten. Manchmal ist anders ganz gut.

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